Pressemitteilung anlässlich der Pressekonferenz

14.06.2016

Am 25. Juni 2016 findet die 10. Parade der Kulturen in Frankfurt statt.

»Wir sind sehr stolz, dieses Jubiläum feiern zu können. Der Frankfurter Jugendring organisiert seit 2003 mit seinen Mitgliedsverbänden und zahlreichen anderen Organisationen dieses Großevent mit vielen ehrenamtlichen Helfer*innen. Am 25. Juni 2016 demonstrieren wir erneut für Vielfalt und Toleranz in dieser Stadt.«, so Rebekka Rammé, Vorsitzende des Frankfurter Jugendrings. Mit dem diesjährigen Motto »Gemeinsam – solidarisch – Frankfurt!« verbinden wir erstmals einen politischen Aufruf, den alle Mitgliedsverbände und alle teilnehmenden Gruppen unterstützen.

»Mit dem Aufruf wollen wir die politischen Aussagen zur Parade noch mehr in den Vordergrund rücken. Es ist es wichtig, dass Vielfalt als eine Bereicherung für unsere Stadt gesehen wird, und dass das friedliche Miteinander weiterhin Grundlage und Ziel aller demokratischen Kräfte bleibt.«, macht Rammé deutlich. »Ausgrenzung und Diskriminierung haben in Frankfurt keinen Platz! Wer auch immer hier lebt oder hierherkommt, ist willkommen.« Mit dem Aufruf verbindet der Frankfurter Jugendring auch konkrete Forderungen an Stadtpolitik und -gesellschaft, wie zum Beispiel einen respektvollen und menschlichen Umgang mit allen Geflüchteten, ein Bekenntnis zu den Kinder- und Menschenrechten und die Schaffung von mehr Räumen für die Entfaltung von kultureller Vielfalt und für soziale Projekte. Ins Leben gerufen wurde die Veranstaltung damals als eine Demonstration für ein vielfältiges und buntes Frankfurt, um aufkommenden rechtsextremen Tendenzen in Frankfurt etwas entgegenzusetzen, aber auch, um bewusst für ein offenes und multikulturelles Frankfurt einzutreten. Diese Ziele sind für den Frankfurter Jugendring heute angesichts der Wahlerfolge von Parteien wie der AfD bei den letzten Landtagswahlen im März 2016 in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sowie bei den Kommunalwahlen in Hessen aktueller denn je. „Daher ist es richtig und wichtig, dass es in Frankfurt einen Tag gibt, an dem bewusst für ein offenes und solidarisches Frankfurt demonstriert wird, und alle gemeinsam feiern können.“, führt Rammé fort.

Schirmherrinnen der Parade der Kulturen sind auch in diesem Jahr wieder die Jugend- und Sozialdezernentin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld und die Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg. Am 25. Juni werden auf der Römerbühne auch ehemalige Schirmherr*innen wie die Autorin und Schauspielerin Renan Demirkan oder der ehemalige Profi-Fußballer Bakary Diakité anwesend sein. Auch Turgut Yüksel, Mitglied des hessischen Land-tags und ursprünglicher Initiator der Parade, wird erwartet.

Außerdem gibt es einige Neuerungen bei der diesjährigen Durchführung der Parade: So wird es erstmals zwei Live-Bühnen am Main geben, bei der unterschiedlichste Gruppen ver-schiedene Stile und Welten zeigen und auch so die Vielfalt der Mainmetropole repräsentie-ren. Bei der Programmauswahl wurden vor allem Gruppen ausgewählt, die sich im Rahmen des Fördertopfs »Zuschuss zum Zusammenkommen« beworben haben. Mit diesem Zuschuss wird erstmalig im Rahmen der Parade die Kooperation von Gruppen gefördert, die einen gemeinsamen Auftritt während des Demozugs oder auf einer Bühne planen.

Zahlreiche Verbände des Jugendrings haben anlässlich des Jubiläums der Parade der Kultu-ren einen Parade-Botschafter oder eine Botschafterin ernannt, von denen einige auf Plakaten oder über Facebook mit Zitaten und mit ihrem Gesicht und Namen für die Parade und deren Motto werben.
In diesem Jahr wird es eine Abschlusskundgebung und einen musikalischen Flashmob auf dem Römerberg von und mit Tülay Sanlav und ihren musikalischen Gästen Hassan Annouri, Franca Morgano, Ela Querfeld und anderen gemeinsam mit allen teilnehmenden Gruppen geben. Das Stück, das gemeinsam mit den Gruppen und dem Publikum gesungen wird, ist auf der Website der Parade www.parade-der-kulturen.de verfügbar. 

Das Programm insgesamt geht von 12-20 Uhr. Der Parade-Zug startet um 12 Uhr am Un-termainkai, das Finale auf dem Römerberg ist ab 14 Uhr geplant. Oberbürgermeister Peter Feldmann wird um 12 Uhr den Markt der Kulturen eröffnen.

Veranstalter der Parade der Kulturen ist der Frankfurter Jugendring mit seinen Kooperationspartnern, dem Amt für multikulturelle Angelegenheiten, dem Jugendbildungswerk der Stadt Frankfurt sowie dem Jugend- und Sozialamt und der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung.
Hauptförderer der Parade sind die ABG Frankfurt Holding, die Saalbau GmbH, die Frankfurter Sparkasse und die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES).

Weitere Informationen zur Parade der Kulturen: www.parade-der-kulturen.de
Projektverantwortliche: Rebekka Rammé

Projektleitung: Sébastien Daudin, sebastien [dot] daudinatfrankfurterjugendring [dot] de Presseanfragen: Anna Latsch, anna [dot] latschatfrankfurterjugendring [dot] de